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Automatisierung

Der Weg zu Null Fehlern: Automatisierte Fahrzeugprüfung

30. Oktober 2023

Da die durchschnittlichen Kosten für einen Neuwagen fast das durchschnittliche US-Gehalt von 50.000 Dollar erreichen, ist es unerlässlich, sicherzustellen, dass Neuwagenbesitzer in einwandfreien Fahrzeugen losfahren. Die Besitzer erwarten, dass alle Fahrzeugfunktionen wie vorgesehen funktionieren, und alles andere als das wirkt sich negativ auf die Markentreue aus.

Die Fahrzeugqualität verschlechtert sich 

Obwohl Fahrzeuge technisch immer ausgefeilter werden, haben die allgemeine Zuverlässigkeit und die Qualität abgenommen. Laut J.D. Power ist die Zahl der Probleme pro 100 Fahrzeuge in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen. Die Probleme reichen von fehlerhaften elektronischen Türgriffen und defekten elektrischen Sitzen bis hin zu schwerwiegenderen Mängeln wie ausgefallenen Spurhalteassistenten.

„Die Automobilindustrie sieht sich mit einer Vielzahl von Qualitätsproblemen konfrontiert – ein Phänomen, das es in der 37-jährigen Geschichte des IQS bisher noch nicht gegeben hat“, sagte Frank Hanley, Senior Director für Auto-Benchmarking bei J.D. Power.

Die derzeitigen Fahrzeugtests und die Qualitätssicherung sind nicht umfassend genug, was dazu führt, dass Neufahrzeuge mit fehlerhaften oder nicht konformen Funktionen auf den Markt kommen. Selbst angesichts des zunehmenden Einsatzes von Testautomatisierung in der modernen Fertigung durchlaufen nur wenige Fahrzeuge diese Tests, da die dafür erforderlichen hochspezialisierten Werkzeuge nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Und nicht automatisierte Tests beschränken sich aufgrund ihres hohen Arbeitsaufwands auf eine kleine Stichprobe von Fahrzeugen.

Automobilhersteller müssen Wege finden, den Qualitätssicherungsprozess für Fahrzeuge, die vom Band laufen, strenger zu gestalten. So lassen sich beispielsweise Funktionstests für viele der elektronisch gesteuerten Funktionen automatisieren, wodurch sich der manuelle Aufwand für strengere Qualitätsprüfungen verringert.

OEMs benötigen automatisierte Fahrzeugtests in großem Maßstab

Elektronische Steuergeräte (ECUs), die zunehmende Verfügbarkeit von Fahrzeugdaten und die Anbindung an die Cloud bieten Möglichkeiten zur Automatisierung der Prüfung physischer und digitaler Fahrzeugfunktionen.

OEMs benötigen Lösungen, mit denen sich Fahrzeugfunktionen wie elektronische Türgriffe und elektrisch verstellbare Sitze aktivieren lassen, um zu prüfen, ob sie wie vorgesehen funktionieren. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Softwarelösungen, die es den Fahrzeugen ermöglichen, sich selbst zu testen. Der Gesamtaufwand für die Qualitätssicherung lässt sich durch diese Lösungen dennoch erheblich reduzieren, da nicht alle Testroutinen vollständig automatisiert werden können und einige zum Abschluss menschliches Eingreifen erfordern.

Betrachten wir das bereits erwähnte Beispiel der defekten elektrisch verstellbaren Sitze. Mit der richtigen Lösung lässt sich eine automatisierte Testroutine entwickeln und per Fernzugriff auf Hunderte oder sogar Tausende von Fahrzeugen anwenden, die vor dem Versand auf den Produktionsplätzen stehen, wobei die Sitzpositionen elektronisch verstellt werden. Alle festgestellten Fehler können zur weiteren Überprüfung gemeldet werden. Wird ein Fehler erkannt, kann die Testroutine das steuernde Steuergerät neu starten, die Sitzmotoren neu kalibrieren und den Test erneut durchführen. Die Nutzung der Stillstandzeiten der Fahrzeuge, um Fehler jederzeit automatisch zu testen, zu identifizieren und zu beheben, macht die Qualitätskontrolle effizient und effektiv.

Mit der richtigen Lösung sind die Möglichkeiten zur Automatisierung von Fahrzeugfunktionstests grenzenlos. Alles, was in einem Fahrzeug elektronisch aktiviert, gesteuert und betätigt werden kann, lässt sich potenziell mit einem gewissen Maß an Automatisierung aus der Ferne testen. Dadurch lassen sich Umfang und Ausmaß der Tests weit über eine Handvoll Testfahrzeuge hinaus ausweiten, wodurch sich das Risiko verringert, dass Qualitätsmängel übersehen werden.

Das Streben nach Null-Fehler-Qualität

Nach dem Kauf einer Immobilie sind Fahrzeuge die zweitgrößte Anschaffung, die Verbraucher tätigen. Es ist durchaus verständlich, dass Käufer erwarten, dass ihre Fahrzeuge einwandfrei funktionieren. Da die Funktionen von Fahrzeugen jedoch immer umfangreicher und technisch ausgefeilter werden, wird es für die Erstausrüster immer schwieriger, sicherzustellen, dass keine Fehler übersehen werden.

Lösungen, die dazu beitragen, viele der Qualitätsprüfungen der elektronischen Fahrzeugfunktionen zu automatisieren, können bestehende Prüfprozesse ergänzen, um dem Ziel der Null-Fehler-Quote näher zu kommen und dadurch die Markentreue der Kunden zu stärken.

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