Der Markt für Nutzfahrzeuge boomt. Insbesondere der Aufstieg des E-Commerce und der Hauszustellung sowie die Nachfrage nach gemeinschaftlicher Mobilität rücken leichte Nutzfahrzeuge (LCVs) in den Vordergrund. Dabei handelt es sich um Transporter, Lkw und Shuttlebusse, die still und leise unsere Alltagswirtschaft am Laufen halten und alles von Lebensmitteln über Pakete bis hin zu Baumaterialien ausliefern. Den Zahlen zufolge steht uns ein regelrechter Marktaufschwung bevor – von 161 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf gewaltige 341 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2032, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 9,8 %.

Das sind großartige Nachrichten für Fahrzeughersteller, da der Absatz von Nutzfahrzeugen einen überproportionalen Einfluss auf die Rentabilität der Automobilhersteller hat. Ein typisches Beispiel: Während sie bei Ford, GM und Stellantis 25 bis 30 % des Umsatzes ausmachen, tragen leichte Nutzfahrzeuge 35 bis 45 % zur Gesamtbruttomarge bei.
Doch hier liegt der Haken: Mit diesem Boom geht eine Welle von Herausforderungen für die Fahrzeughersteller einher. Nutzfahrzeuge sind nicht mehr nur Arbeitsmaschinen – von ihnen wird erwartet, dass sie anpassungsfähig, intelligent und auf eine Weise vernetzt sind, die vor einem Jahrzehnt noch fast unvorstellbar war. Glücklicherweise ermöglicht eine Digitalisierungsstrategie, die auf Software-Defined-Vehicle-Architekturen (SDV) aufbaut, den OEMs, diese Herausforderungen zu meistern, wie im Folgenden beschrieben.
Den Bedürfnissen verschiedener Kundensegmente gerecht werden

Die Zeiten, in denen leichte Nutzfahrzeuge als Einheitsmodell für alle Zwecke geeignet waren, sind längst vorbei. Ein und dasselbe Basismodell kann viele Varianten haben, von denen jede ihre eigenen Merkmale und Funktionen aufweist.
Personentransporter: Müssen über Komfortausstattung im Fahrgastraum, Infotainment-Displays und Innenbeleuchtung verfügen.
Lebensmittel-Lieferwagen: Müssen über temperaturgeregelte Kühlaggregate für den Transport verderblicher Waren verfügen
Fernverkehrs-Lkw: Erfordern unter Umständen zusätzliche Fahrerassistenzsysteme (ADAS) wie Sensoren und Kameras.
Freizeitfahrzeuge: Benötigen spezielle Geländegängigkeit, einschließlich einstellbarer Federung und dynamischer Fahrmodi.
Die Konzeption, Entwicklung und Fertigung maßgeschneiderter Fahrzeugbaureihen für jedes Kundensegment ist ineffizient und mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden. Die Erstausrüster müssen in der Lage sein, gemeinsame Fahrzeugplattformen zu nutzen, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden.
Maßgeschneiderte After-Sales-Dienstleistungen für Fuhrparks
Der Bedarf an Vielfalt endet nicht bei der Fahrzeugproduktion, sondern setzt sich auch im After-Sales-Bereich fort. Flottenkunden – also Unternehmen, die Hunderte oder sogar Tausende von Fahrzeugen verwalten – benötigen mehr als nur Fahrzeuge. Sie benötigen Fahrzeug- und Fahrdaten in großer Menge und Vielfalt. Telematik, vorausschauende Wartung, Fahrercoaching und Fernverwaltungsfunktionen gehören mittlerweile zum Standard. Doch nicht alle Fuhrparks sind gleich, und ihre Anforderungen variieren. Herkömmliche Telematikdienste für Nutzfahrzeuge sind in der Regel nicht in der Lage, diesem breiten Spektrum an Kunden gerecht zu werden.
Nahtlose Integration von Aftermarket-Technologie in Fahrzeugsysteme
Die individuelle Anpassung von Fahrzeugen erfolgt nicht immer bereits im Werk. Sie findet auch später im Aftermarket statt, wenn Flottenbetreiber ihre Fahrzeuge mit Spezialausrüstung ausstatten – beispielsweise mit Kühlaggregaten für Lebensmittel-Lieferwagen, Hebebühnen für Lieferwagen und Spezialbeleuchtung für Einsatzfahrzeuge. Für Erstausrüster bietet dies die Chance, ihre Fahrzeuge besser für die Nachrüstung im Aftermarket vorzubereiten und sicherzustellen, dass sich solche Zusatzausstattungen nahtlos in die werkseitigen Fahrzeugsysteme integrieren lassen.
Wie OEMs die Chancen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge nutzen können
Trotz der Herausforderungen bietet der dynamische Markt für leichte Nutzfahrzeuge den Fahrzeugherstellern erhebliche Chancen – vorausgesetzt, sie sind in der Lage, die Komplexität der Bedienung unterschiedlicher Kundensegmente zu meistern. Der Schlüssel liegt in der Entwicklung und dem Bau von Fahrzeugen, die flexibel und leicht anpassbar sind und eine Vielzahl von Mobilitätsbedürfnissen sowie Flottenbetrieben gerecht werden.
Diese Flexibilität lässt sich durch den Einsatz softwaredefinierter Fahrzeugarchitekturen erreichen; dadurch werden Nutzfahrzeuge nicht mehr als starre, fest verdrahtete Systeme betrachtet, sondern als digitale Plattformen, die viele unterschiedliche Kundenbedürfnisse erfüllen können.
Sonatus treibt den Übergang zu softwaregesteuerten Nutzfahrzeugen voran
Sonatus treibt die digitale Innovation im Bereich der Nutzfahrzeuge voran. Unsere Produkte und Lösungen zielen darauf ab, Nutzfahrzeugherstellern einen schnelleren und kosteneffizienteren Übergang zu fortschrittlichen elektrischen/elektronischen (E/E-)Architekturen zu ermöglichen, die dynamischere und per Software konfigurierbare Funktionen unterstützen, unter anderem auf die hier beschriebene Weise.
Softwarekonfigurierbare Fahrzeugnetzwerke: Sonatus Grundlage erleichtert die Erstellung softwaredefinierter Fahrzeugnetzwerke unter Verwendung von Automotive Ethernet, die ein hohes Maß an Konfigurierbarkeit bieten. Die Implementierung softwaredefinierter Netzwerke ermöglicht es OEMs, Fahrzeugmodule je nach Bedarf dynamisch hinzuzufügen, zu entfernen oder zu ändern. Eine nützliche Funktion, die es ermöglicht, gemeinsame Fahrzeugplattformen zu entwickeln, die für eine Vielzahl von Fahrzeugkonfigurationen genutzt werden können, die zur Unterstützung der zunehmenden Anwendungsfälle für leichte Nutzfahrzeuge erforderlich sind.
Modulare Anwendungen und Dienste: Sonatus Foundation erleichtert zudem den Einsatz moderner Methoden zur Softwareentwicklung und -bereitstellung, darunter Dienste und Container im Rahmen einer serviceorientierten Architektur (SOA), um modulare, domänenübergreifende Anwendungen und Funktionen einfacher zu erstellen und zu integrieren. Durch die Nutzung dieser Funktion Sonatus bietet Automator ein Software-Orchestrierungstool bereit, mit dem OEMs schnell neue und maßgeschneiderte Fahrzeugfunktionen in Form automatisierter Workflows erstellen können. Diese „No-Code“-Workflows lassen sich dynamisch in Fahrzeuge bereitstellen und decken alles ab – von der Fahrzeugdiagnose für die vorbeugende Wartung bis hin zum Fahrersicherheitsmanagement.
Dynamisches Datenmanagement: Der Zugriff auf fahrzeugweite Signale und Daten ist für das Flottenmanagement und die Fahrzeugleistung von entscheidender Bedeutung. Eine softwaredefinierte E/E-Architektur macht zudem viele Teile des Fahrzeugs zugänglich und überwachbar, um datengestützte Erkenntnisse und Maßnahmen zu ermöglichen. Sonatus Collector, unser fortschrittliches Produkt zur Erfassung von Fahrzeugdaten, ermöglicht eine detaillierte, ereignisgesteuerte Datenerfassung, die für eine Vielzahl von Anwendungsfällen konfiguriert werden kann, darunter After-Sales-Flottenservices zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz und vorausschauende Wartung.
Die Zukunft der Nutzfahrzeuge ist softwaregesteuert
Die Zukunft der Nutzfahrzeuge ist digital, flexibel und bietet unbegrenzte Anpassungsmöglichkeiten. „ Sonatus “ ist für Erstausrüster der Schlüssel zu dieser Zukunft und ermöglicht ihnen den Übergang von starren, vorkonfigurierten Fahrzeugen hin zu einer neuen Ära softwaredefinierter Plattformen für vielfältige Mobilitäts- und Transportanforderungen.

Sehen Sie sich an, was Sonatus zu bieten hat, damit Fahrzeughersteller schneller und kostengünstiger zu SDVs gelangen können.
