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Weißbuch

Moderne Netzwerke sind das Rückgrat von SDVs

Der Aufstieg der Software-Defined Vehicles (SDVs) verspricht eine neue Ära in der Automobiltechnik, in der Fahrzeuge auch nach ihrer Produktion durch Software-Updates kontinuierlich verbessert und mit neuen Funktionen ausgestattet werden.

Diese Vision erfordert eine Weiterentwicklung der Fahrzeugvernetzungsinfrastruktur, um eine nahtlose Integration neuer Funktionen und Merkmale über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs hinweg zu ermöglichen. Herkömmliche Fahrzeugnetzwerke, die sich durch ihre statische, fest verdrahtete Struktur auszeichnen, sind für diese Aufgabe schlecht gerüstet und stellen erhebliche Herausforderungen bei der Schaffung einheitlicher, dynamischer Nutzererlebnisse dar.

Herausforderungen bei den derzeitigen Fahrzeugnetzwerken

Zu den üblichen Einschränkungen herkömmlicher Fahrzeugnetzwerke zählen unter anderem ihre mangelnde Flexibilität, Bandbreitenengpässe sowie hohe Kosten und Komplexität, um nur einige zu nennen.

Erfahren Sie, wie moderne Netzwerke diese Herausforderungen bewältigen – mit:

  • Optimierte Infrastruktur
  • Unterstützung für vielfältige Anwendungen
  • Wirksame Sicherheitsmaßnahmen
  • Dynamische und zentralisierte Verwaltung

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Häufig gestellte Fragen

Herkömmliche Fahrzeugnetzwerke basieren auf statischen, festverdrahteten Architekturen (wie dem CAN-Bus), die starr und isoliert sind. Dies führt zu mehreren entscheidenden Einschränkungen:
- Inflexibilität: Es ist nahezu unmöglich, nach der Fertigung des Fahrzeugs neue domänenübergreifende Funktionen zu integrieren. So ist beispielsweise die Einführung eines „Wachmodus“, der Kamera- und Sensordaten aus dem gesamten Fahrzeug zusammenführt, um Vandalismus zu erkennen, mit den derzeitigen isolierten Architekturen nicht realisierbar.
- Bandbreitenbeschränkungen: Bestehenden Netzwerken fehlt die Geschwindigkeit, um den enormen Datenfluss zu bewältigen, den moderne Anwendungen wie hochauflösende Kameras, Unterhaltungssysteme für die Rücksitze und sicherheitskritische ADAS-Sensoren erfordern.
- Komplexität und Kosten: Sie basieren auf komplexen, schweren Kabelbäumen und doppelter Infrastruktur, was die Herstellungskosten und das Fahrzeuggewicht erhöht und gleichzeitig die Fehlerbehebung erschwert.

Moderne Ethernet-Fahrzeugnetzwerke nutzen eine Technologie namens „Time-Sensitive Networking“ (TSN) (spezifiziert von der IEEE 802.1 WG), um Datenverkehr mit „gemischter Kritikalität“ zu verwalten.
- Priorisierung: TSN stellt sicher, dass sicherheitskritische Echtzeitdaten (wie Brems- oder Lenksignale) mit garantierter geringer Latenz priorisiert werden.
- Effiziente Aufteilung: Nicht kritischer Datenverkehr (wie Musik-Streaming oder das Herunterladen von Karten) darf die verbleibende Bandbreite sicher nutzen, wobei sichergestellt ist, dass er niemals wichtige Fahrzeugfunktionen beeinträchtigt.

Nein, im Vergleich zu herkömmlichen Netzwerken wird die Sicherheit sogar erheblich verbessert. Während ältere Netzwerke eine große Angriffsfläche bei begrenzten Abwehrmaßnahmen aufweisen, bietet modernes Ethernet robuste, IT-taugliche Sicherheitsprotokolle, wie sie in Rechenzentren zum Einsatz kommen:
- Verschlüsselung und Authentifizierung: Technologien wie MACsec und IEEE 802.1X verschlüsseln die Kommunikation und stellen sicher, dass nur authentifizierte Geräte auf das Netzwerk zugreifen können.
- Identitätsbasiertes Netzwerk: Dies ermöglicht es dem Netzwerk, die spezifische Identität eines Endpunkts (wie eines Sensors oder einer ECU) zu authentifizieren und strenge Zugriffskontrolllisten (ACLs) anzuwenden. Dadurch wird sichergestellt, dass Datenströme ausschließlich auf autorisierte Pfade beschränkt sind, wodurch unbefugter Zugriff oder laterale Bewegungen durch Angreifer verhindert werden.

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